Hintergrundinformationen zur Schwermetall-Ausleitung

Die Orthomolekulare Entgiftung (Detoxifikation)[1]

Schwermetalle und Pestizide In den letzten 40 Jahren stieg die Umweltbelastung deutlich an. Diese belasten besonders Anpassungs-, Schutz - und Entgiftungsmechanismen des menschlichen Organismus. Ob ein Mensch erkrankt, der einer stetigen Schadstoffexposition ausgesetzt ist, hängt wiederum von unterschiedlichen Faktoren ab (z. B. Konstitution, virale Belastung, Art und Konzentration der toxischen Belastung). Zugeführte Vital- und Mikronährstoffe sind besonders wichtig, da sie für die körpereigene Entgiftung benötigt werden, denn bei Mikronährstoffmangel wirken gerade diese toxischen Substanzen noch giftiger.

Folgende Erkrankungen können z. B. durch Umweltschadstoffe verursacht werden: Infektanfälligkeit, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Lungen- und Atemwegserkrankungen,  Krebserkrankungen, neurologische und psychische Beschwerden. Im Rahmen der orthomolekularen Entgiftung wird grundsätzlich eine Steigerung der körpereigenen Entgiftungsleistung über die Niere, die Leber, den Darm, die Lunge und die Haut angestrebt.

Die Ausleitungstherapie stützt sich auf mehrere Säulen: - Beseitigung oder Abstellung der Schadstoffeinbringung in den Körper z.B. Amalgam (Zahnfüllungen). - Einnahme von Mikronährstoffen: Die Entgiftung von Schadstoffen bedingt einen erhöhten Verbrauch an Betriebsmitteln des Organismus wie antioxidative Substanzen. - Die Bildung freier Radikale (Wasserstoffionen / Stickstoffionen) nimmt durch die wachsenden Umweltbelastungen erheblich zu. - Eine meist ausreichende Entgiftungsleistung kann durch die Gabe von Antioxidantien und Mikronährstoffen erreicht werden. Antioxidantien helfen Umweltbelastungen zu reduzieren und schützen den Körper somit vor freien Radikalen.

Unterstützende Substitution zur Entgiftungsleistung Die folgenden Mikronährstoffe eignen sich besonders zur Entgiftung von Schadstoffen wie Schwermetallen, Arsen, Nitrosaminen und Schimmelpilzen sowie auch bei oxidativem Stress und längerer UV-Belastung:

- Alpha-Liponsäure und Vitamine: C, B-Komplex, E. Alpha-Liponsäure Alpha-Liponsäure gehört zu den Antioxidantien, deren breiter Nutzen erst in den letzten Jahren genau erforscht worden ist und gilt heute als ein Hauptnährstoff gegen die freien Radikale. Studien zeigen, dass Alpha-Liponsäure eine wichtige Rolle im Schutz des Gewebes spielt und wirkt als Radikalempfänger in den Stoffwechselprozessen. Alpha-Liponsäure kann etwas, was kein anderer Mikronährstoff kann: Sie schützt sowohl wasserlösliche als auch fettlösliche andere Antioxidantien wie Vitamin C, E, Glutathion und Coenzeme (Q10) vor dem Zerfall. Sie hilft, Nahrung besser in Energie umzuwandeln und den Organismus von Giften wie den Schwermetallen Arsen, Kadmium, Amalgam (und andere) und schädlichen Nebenprodukten des Fettstoffwechsels zu befreien.

- Mineralstoffe und Spurenelemente: Selen, Zink, Kupfer, Mangan, Magnesium, Kalzium.

- Aminosäuren: L-Glutathion, N-Acetyl-Cystein (NAC). N-Acetyl-Cystein (NAC) ist das geschwindigkeitsbestimmende Substrat für die Synthese von Glutathion. Cystein ist Bestandteil von Proteinen und Peptiden. Vor allem Schwermetalle wie z. B. Quecksilber können mit Cystein reagieren. Neben einer Ausleitung von Schwermetallen ist daher eine ausreichende Verfügbarkeit und Zufuhr von freiem, d. h. nicht schwermetallgebundenem Cystein eine wesentliche Voraussetzung. N-Acetyl-Cystein ist aufgrund seiner Acetylgruppe, die vor oxidativen Prozessen Schutz bietet, stabil. Sie werden es eigentlich nur als Hustenlöser kennen (z.B. ACC akut 600 Hexal).

Mehr über Aminosäuren

  1. 1. Quelle: MIB-Institut.de
  2. 2. Glutathion in: Labormedizin in der Naturheilkunde, M. Martin, S. 536f., Urban & Fischer 2006.